Fallbeispiel aus Frankreich verdeutlicht Rolle der KI

Im September 2025 nahm die französische Polizei einen 17-jährigen Jugendlichen fest, der verdächtigt wird, zwei Anschläge geplant zu haben. Bei seinen Ermittlungen entdeckten Beamte im Zuhause des Jugendlichen einen Treueeid an den „Islamischen Staat“, der mithilfe eines Chatbots formuliert wurde.

Advertisement300 × 250

Nach der Festnahme äußerte der Jugendliche, dass die Künstliche Intelligenz (KI) eine Mitverantwortung für seine Radikalisierung trage. Dieser Fall stellt für Experten ein exemplarisches Beispiel dar, wie KI zunehmend zur Beschleunigung islamistischer Radikalisierung beiträgt.

Fachmeinungen: KI als Katalysator für Radikalisierungsprozesse

Jamuna Oehlmann, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus, betont, dass Chatbots eine einzigartige Rolle einnehmen: „Nachts um drei kommen Fragen, die man mit keinem Menschen besprechen kann.“ Sie erläutert, dass Chatbots geduldig sind, niemals müde werden und widerspruchslos auf Fragen reagieren, selbst wenn diese in extremistische Richtungen abdriften. Dieser Aspekt erleichtert demnach den Weg zur Radikalisierung.